Mit dem Wohnmobil durch die Schweiz: Vignette, Übernachten und Routen

Seen, Alpenpässe, Weinberge in Terrassen: Die Schweiz ist ein Traumziel für Wohnmobile. Sie erfordert jedoch etwas Vorbereitung, denn die Verkehrs- und Parkregeln sind streng. Hier das Wichtigste, um entspannt aufzubrechen, allein oder zu zweit.

Die schönsten Routen

  • Die Westschweiz: der Genfersee, die Weinterrassen des Lavaux, Montreux und Schloss Chillon, Gruyères und sein Käse.
  • Das Wallis: das Rhonetal, die Bergorte und die großen Pässe. Zermatt ist autofrei: Man fährt mit dem Zug ab Täsch hinauf.
  • Das Berner Oberland: Interlaken zwischen Thuner- und Brienzersee, am Fuß von Eiger, Mönch und Jungfrau.
  • Der Schweizer Jura: ruhiger, ideal außerhalb der Saison, mit seinen Weiden, Bauernhöfen und dem Lac de Joux.
  • Die Zentralschweiz: Luzern und der Vierwaldstättersee.

Autobahnvignette und Schwerverkehr

  • Für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen ist die Autobahnvignette auf Autobahnen und Autostraßen Pflicht. Sie kostet 40 Schweizer Franken, und jeder Jahrgang gilt 14 Monate, vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres (Vignette 2026: vom 1. Dezember 2025 bis 31. Januar 2027). Eine Tages- oder Wochenvignette gibt es nicht.
  • Es gibt sie als Klebevignette oder als E-Vignette, die an das Kennzeichen gebunden ist und online über das offizielle Portal e-vignette.ch gekauft wird.
  • Ein Wohnwagen oder ein gezogener Anhänger braucht eine eigene Vignette.
  • Über 3,5 Tonnen gibt es keine Vignette: Das Wohnmobil unterliegt der Schwerverkehrsabgabe, die vor der Fahrt auf Schweizer Straßen zu entrichten ist.

Wo übernachten mit dem Wohnmobil in der Schweiz?

Wildcampen ist nicht durch ein Bundesgesetz verboten, aber jeder Kanton und jede Gemeinde legt eigene Regeln fest. Genf, das Tessin und das Wallis gehören zu den strengsten. In Naturschutzgebieten und im Nationalpark ist es verboten. Wo eine Nacht auf einem öffentlichen Parkplatz geduldet wird, darf sie nicht nach Camping aussehen: kein Tisch, keine Stühle und keine ausgefahrene Markise.

Am einfachsten ist es, Campingplätze und offizielle Stellplätze zu bevorzugen und im Zweifel beim örtlichen Tourismusbüro nachzufragen.

Weitere praktische Tipps

  • Zoll: Die Schweiz gehört zum Schengen-Raum, aber nicht zur Europäischen Union. Zollkontrollen bleiben möglich, mit Einfuhrgrenzen für bestimmte Waren (Fleisch, Alkohol...).
  • Währung: der Schweizer Franken. Bankkarten werden fast überall akzeptiert.
  • Bergpässe: Viele Alpenpässe sind im Winter gesperrt. Prüfen Sie, ob sie geöffnet sind und ob Ihr Fahrzeug von der Größe her geeignet ist, bevor Sie losfahren.

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